Burnout-Syndrom (Erschöpfungszustand)

Mit Burnout-Syndrom (aus dem englischen „to burn out“, ausbrennen) wird auch ein extremer emotionaler wie körperlicher Erschöpfungszustand mit erheblichem Leistungsabfall beschrieben, der vom Patienten als Gefühl des „Ausgebranntseins“ wahrgenommen wird, oft aber zunächst geleugnet wird.

Ursache ist meistens ein mit unter suchtartiges Überengagement im Arbeitsalltag, besonders in sozial ausgerichteten Berufssparten (Ärzte, Krankenpfleger, Lehrer, Erzieher, Sozialarbeiter). Aber auch Überbelastungen oder übertriebener Ehrgeiz im familiären oder schulischen Bereich gelten als Auslöser.

Diese Belastungszustände halten in der Regel über einen längeren Zeitraum an, bis sie schließlich in ein Burnout-Syndrom münden. Die Erkrankung äußert sich durch psychosomatische und emotionale Beschwerden wie Schlafstörungen, chronische Müdigkeit, Herz-Kreislaufbeschwerden, Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, Verdauungsstörungen, Magengeschwüre, Tinnitus, Depressionen, Apathie oder Aggressivität.

Die anfängliche Arbeitswut schlägt letztendlich in massive Leistungsminderung um, die der Betroffene als existentielle Sinnlosigkeit erlebt. Dies kann sogar zu Suizidgefährdung oder selbstzerstörerische Verhaltensweise führen. Auch besteht in diesem Stadium verstärkte Suchtgefahr (Alkohol, Medikamente, Drogen, aber auch Sex und Internet).

Voraussetzung für eine Therapie, die insbesondere Techniken zur Entspannung und Stressbewältigung beinhaltet, ist, dass der Betroffene einsieht, dass er Hilfe benötigt und seine Lebensweise im Hinblick auf eine gesunde Balance zwischen Aktivität und Ruhe umstellen muss.