Generalisierte Angststörung

bezeichnet auch als AngstneuroseAngstreaktionAngstzustand

Generalisierte Angst gehört zur Gruppe der Angststörungen und bezeichnet ein mindestens mehrere Monate anhaltendes Angstgefühl ohne unmittelbaren, konkreten Anlass. Vielmehr ist es ein diffuser Dauerzustand quälender Sorge, die viele Lebensbereiche erfasst. Oft kann der Betroffene selbst seine Furcht nicht genau begründen. Typisch sind Ängste über künftige Ereignisse (z.B. dass ein Angehörigen erkrankt, oder ihm ein Unfall widerfährt), die eindeutig überzogen sind.

Eine generalisierte Angststörung äußert sich durch vegetative Störungen wie Übererregbarkeit,  Einschlafstörungen, Muskelspannung, Schwindel, Herzrasen, Zittern, Schwitzen.

Charakteristisch sind auch rein psychosomatische Symptome wie Muskelverspannung, Oberbauchschmerzen oder der Eindruck von Herzrhythmusstörungen, die im Patienten zusätzliche Besorgnis über seinen Gesundheitszustand auslösen.

Die Ursachen sind bislang nicht eindeutig bekannt, man vermutet ein Zusammentreffen mehrer Konfliktsituationen und Problemen, die auch um Jahre, wenn nicht um Jahrzehnte zurückreichen, dennoch nie bewusst und umfassend aufgearbeitet wurden. Daher ist das Risiko einer Chronisierung auch hoch. Die Erkrankungsrate liegt bei Frauen wohl etwas höher als bei Männern.

Die Behandlung erfolgt einerseits durch beruhigende, angstlösende Medikamente (wie Tavor u. Valium) und Schlafmittel, andererseits durch psychotherapeutische Maßnahmen.

siehe auch Angststörungen